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Leichtathletik-Weltmeisterschaften in OSAKA

Aufgrund der vielen Reaktionen bleibt die WM OSAKA Seite noch bis 3/08 

Kommentar

Es war für Fachleute keine Überraschung, dass Kenia die meisten Medaillen abräumte. Schon die Crossmeisterschaften, die dieses Jahr in Kenia stattfanden, zeigtenn es vorher an! Dass es dann aber doch so viel wurden, hatte ich nicht erwartet. Die neue Läufer-Generation Kenias ist präsent. Noch schlanker und noch schöner anzusehen. Die Läufer/Läuferinnen scheinen zu fliegen. Raumgreifende Schritte und vorbildliche Laufhaltung, zeigen, dass hier nach modernsten Erkenntnissen trainiert wird. Wer nun sehr genau hinter die Kulissen schaut, erkennt den  Trainingsmix! Das trifft natürlich auch auf Äthiopien zu. Der Exodus afrikanischer Läuferinnen und Läufer verhilft andere Nationen zu Medaillen bei Olympiaden und Weltmeisterschaften. Dieser Trend wird sich in den nächsten Jahrzehnten verstärken. Wir erleben dieses zur Zeit bei der Anwerbung von Fachkräften für die Wirtschaft und in den Dienstleistungsbranchen.

Bald werden die Frauen die 5000 unter 14 Minuten laufen. Die Schallmauer von 26 Minuten wird über 10.000 Meter bei den Männern fallen. Die 2:03 kommt beim dem Marathon der Männer näher. Paula wird etwas länger ihren Marathon Rekord behalten. Hier rätsel ich immer noch, wie der gelaufen wurde!

Von 33 möglichen Medaillen im Mittel- und Langstreckenlauf holte Europa 5. die USA ganze 2 (dafür aber Gold... durch den in Kenia geborenen Lagat) und Asien ebenfalls 2. Und das, wo die Weltmeisterschaften zu Hause stattfanden und die nächste Olympiade 2008 in Peking ist!

Deutschland spielt im Mittel- und Langstreckenlauf keine Rolle mehr. Melani Kraus war mit dem 20. Platz im Marathon noch gut bedient und Jan Fitschen lief die 21. schnellste Vorlaufzeit. Das war es.

Unsere Nation mit großer Tradition, die nach dem Zusammenschluß der BRD und DDR zu den führenden Weltnationen hätte aufschließen müssen, versagt kläglich! Es helfen auch die beschönigenden Worte  der DLV-Verantwortlichen nicht. Da bevorzugt die noch etwas erfolgreichen technischen Disziplinen gefördert werden sollen, sind die Läufer nun am Ende. Ich habe oft genug den Weg aufgezeigt. Dazu habe ich keine Lust mehr. Gut, das die finanziell gut betuchten deutschen Seniorensportler die Fahne hochhalten. Da gehören wir noch zu den erfolgreichsten Nationen. Noch! Und wir haben mit unserer Trainingsberatung und durch die Anwendung von Trainingsmix zu dem Gewinn von über 125 Medaillen beigetragen. Und das ist nur die Dunkelziffer! Es dürften wesentlich mehr sein, da eine ganze Menge Raubkopien von unserer CD gemacht wurden. Deshalb gibt es die CD auch nur mit einem Freischaltcode, der nicht so leicht zu knacken ist!

Das war es. In einer Woche ist alles im Archiv 2007 gespeichert und abrufbar!

 

  Medaillenspiegel Leichtathletik-Weltmeisterschaften in OSAKA 2008
  Mittel- und Langstrecken      
  Disziplin Gold Silber Bronze GER
  800 F Kenia Marokko Spanien  
  800 M Kenia Kanada Russland  
  1500 F Bahrain Russland Ukraine  
  1500 M USA Bahrain Kenia  
  5000 F Äthiopien Kenia Kenia  
  5000 M USA Kenia Uganda 21. VL
  10.000 F Kenia Äthiopien USA  
  10.000 M Äthiopien Äthiopien Kenia  
  Marathon F Kenia China Japan 20.+ 43.
  Marathon M Kenia Katar Schweiz 37.
  3000 m Hi. Kenia Kenia Kenia  
   
  Nationen Gold Silber Bronze Total
  Kenia 6 3 4 13
  Äthiopien 2 2   4
  USA 2   1 3
  Bahrein 1 1   2
  Russland   1 1 2
  China   1   1
  Japan   1 1 1
  Kanada   1   1
  Marokko   1   1
  Katar     1 1
  Schweiz     1 1
  Spanien     1 1
  Uganda     1 1
  Ukraine     1 1
           

>24.08< Für 3 Wochen hat es hier die Seite  WM OSAKA geben. Von den Weltmeistern  lernen! Berichte, Analysen, Kommentare und Lauftipps von Marathoni!

Die wichtigsten (?) Läufe im Kurzkommentar             

 

25.08. Bericht Marathon Männer

Ca. 90 Läufer standen bei ca. 37° im Stadion an der Startlinie. Neben Paul Tergat, der mit 2:04:55 den Weltrekord hält, fehlten Haile Gelebrelassie der in Berlin den Weltrekord angreifen will, der Titelverteidiger  Gharib aus Marokko und und der Olympiasieger Baldini (Italien).
Die ersten Kilometer wurden im 3:20er Schnitt gelaufen. Die Temperaturen auf der Strecke lagen bei 33° bis 39°. Bei 27 km löste sich zum  ersten Mal eine Gruppe. Ab 30 km ging es dann zur Sache. Es entwicklete sich eine fünfköpfige Spitzengruppe, die von den Kenianern angeführt wurde. Viele Zuschauer säumten die Strecke und feuerten begeistert die Läufer an. Sehr schnell zog sich dann  dann das Feld  auseinander. Kibet KEN übernahm resolut die Führung und lief die Kilometer-Abschnitte zwischen 3:10 bis 3:15 Min. Röthlin CH hielt die europäische Fahne hoch, bekam ab 32 km die zweite Luft und lief auf Platz vier vor. Ab 34 km kämpfte Kibet KEN mit dem bekannten "Hammermann". Er erholte sich aber relativ schnell und lief einen ungefährdeten Sieg in 2:15:59 entgegen. Spannend wurde es zum Schluß um die nächsten Plätze. Shami  (Katar)verteigte dann aber doch den 2. Platz in 2:17:18. Hochachtung vor dem dritten Platz von dem Schweizer Röthlin in 2:17:25. Wie erwartet spielten die deutschen Marathhonläufer keine Rolle. Steidel kam aber unter Platz 40 ein aber nicht unter 2:30! Beckmann gab auf. Ein 52 Jahre alte Läufer aus Israel lief in 2:22:27 ein! Japan gewann die Mannschaftswertung. Kiplagat, der zeitweise das Tempo gesteigert hatte, lief an drei Trinkstationen vorbei! Er fiel auf den 8. Platz zurück und brach im Ziel dann zusammen.

1. Luke Kibet                             Kenia           2:15:59
2. Mubarak Hassan Shami     Katar           2:17:18
3. Viktor Röthlin                       Schweiz       2:17:25

37. Ulrich Steidel                   Germany  2:30:03

Beckmann  Germany : aufgegeben.

Was ist denn nun aus der Gruppe geworden, die im gesponserten Trainingslager in Kenia angeblich so hart trainierte? Die armen Jungs sollen sogar zweimal am Tag gelaufen sein und in der Woche bis 200 Kilometer und vielleicht etwas darüber hinaus. Mein Gott lesen die nicht die Bücher von Haile  Gelebrelassie und Paul Tergat? Da steht doch drin, wie heute trainiert wird! Angeblich sind sie verletzt, indisponiert oder bringen nicht die wirklich milden Qualifikationsnormen des DLV.
Ich empfehle mal in die CD Marathonis-Exel-Tabellen reinzuschauen. Da steht nämlich u.a. drin, welche Voraussetzungen erforderlich sind, um eine bestimmte Zielzeit zu erreichen.

Was können wir daraus lernen?
Bei Temperaturen über 30° beträgt der Zeitverlust bei der Weltspitze so um die 8-10 Minuten. Wie hoch ist dann der Zeitverlust bei 4 Stundenläufern?... bis zu 30 Minuten kann er betragen!

Ich frage mich bloss, wie sind Waltraud und ich in Rumänien bei den IGL-Europmameisterschaften nur unter 3 Stunden gelaufen, denn dort betrug die Temperatur ebenfalls über 30°. Waltraud war an die 40 und ich um die 50 Jahre alt!
Wir hatten, trotz 32°einen Zeitverlust von nur 4 Minuten zur aktuellen Bestzeit!

26.08. Bericht 10.000 Meter Frauen

Ohne deutsche Beteiligung fanden die 10.000 Meter im Glutofen von Oska statt. Was die Mediziner befürchtet hatten, trat ein. Es gab eine Reihe von Zusammenbrüchen. Hoffentlich landeten die total erschöften, die mit der Trage hinausgebracht wurden, nicht alle im Krankenhaus. Hier liegen noch immer zwei Marathonläufer!
Bis 8000 Meter blieb das Läuferfeld noch zusammen. Dann übernahm Aisen für kurze Zeit die Führung. Als es Ernst wurde, waren Dibaba
und Abeylegosse  (startet jetzt für die Türkei) nicht zu halten. Die  zwei Äthioperinnen zogen unaufhaltsam dem Feld davon. Als es in die letzte Runde ging war Dibaba sofort weg. In geradezu unglaublich 2:47 lief sie den letzten Kilometer! Interesannt, daß die nächsten vier Läuferinnen nicht aus Afrika kamen. 19 Läuferinnen erreichten das Ziel. Darunter drei USA Girls! Wo waren die Deutschen? Verletzt etc.!

1. Dibaba                 Kenia              31:55,41
2. Abeylegosse      Äthiopien      31:59,40
3. Gouche                USA                 32:05,05

26.08. Berichte über die Gehwettbewerbe werde ich nicht verfassen. Schon
             beim 20 km Gehen der Männer war bei den Zeitlupenaufnahmen zu
             sehen, dass fast alle Teilnehmer liefen. 

27.08. Bericht 10.000 Meter Männer

Es war wieder sehr warm. Über 20 Läufer standen an der Startlinie. Bekele schaute etwas ängstlich drein.Würde er zum vierten Mal Weltmeister über die 25 Stadionrunden? Seit 7 Rennen hintereinander war er auf dieser Strecke unbesiegt. Fünf Läufer sind in diesem Jahr schon unter 27 Minuten gelaufen! Er hatte sich speziell auf die Schwüle im Training vorbereitet. Die 12:49,53, die er im Juni rannte, zeigten aber auf, dass nur über ihn der Weg zur Weltmeisterschaft führen würde. Noch kein Läufer war in diesem Jahr unter 13 Minuten auf den 5000 Meter geblieben.

So unbedingt schnell begann das Rennen nicht. Die ersten Kilometer wurden zwischen 2:45 und 2:49 zurück gelegt. Tadese aus Kenia, der für Eritrea startet, übernahm sehr früh die Initiative und führte rundenlang das Feld an. Nach der Hälfte der Strecke war Afrika unter sich. Tadese bolzte die Runden etwas schneller runter. Bekele sah nicht ganz so frisch aus. Sihine, sein Lansmann machte einen frischeren Eindruck. Für mich sah der junge Kenianer Mathani am lockersten aus. Doch 3 Runden vor Schluß wurde es ernst. Äthiopien ging zum Angriff über! Das Tempo wurde immer schneller und die letzten 1000 Meter in geradezu sensationellen 2:30 Min. gelaufen. Lief es bei der Hälfte der Strecke auf eine 27:20 hinaus, wurde nun die 27 Minuten Grenze gestreift. Noch nie waren bei der WM die 10.000 so schnell gelaufen worden! Die letzte Runde dürfte bei 56 Sekunden gelegen haben. Das kann zur Zeit nur Bekele! 18 erreichten das Ziel. Die Getränkestation wurde von den schnellen Läufern nicht genutzt. Wer soll denn bei einem Tempo von über 20 km/h da die Wasserbecher greifen können? Man braucht ja auch kein Wasser für 10 km - Läufe. Schwämme werden da auch kaum  benötigt. Es war ja schließlich kein Volkslauf!

1. Kenenisa Bekele         Äthiopien         27:05,90
2. Sileshi Sihene               Äthiopien         27:09.03
3.Martin Mathani              Kenia                27:12,17

Der Hase Tadese wurde 4. in 27:31,41. Mal wieder war kein Deutscher vertreten. Wie denn auch? Vor 10 Jahren lief Dieter Baumann den noch heute gültigen Rekord mit 27:31.53 und kommt damit nicht unter den ersten Einhundert der schnellsten gelaufenen Zeit in der Weltbestenliste. Die Top Ten der diesjährigen Bestenliste führt Andrè Pollmacher in respektablen 27:55,56n an. Der nächste ist keine Geringerer als Jan Fitschen mit unrespektablen 29:17,90. Vier Läufer sind in den Top Ten mit Zeiten von über 30 Minuten vertreten. Ja Leute, was ist denn los?

Was können wir lernen?
Es ist doch alles bekannt. Ohne  Trainigsfleiß, kluges Training und Unterstützung durch Arbeitgeber und Sponsoren, läuft es nicht. Was ist den los bei der Sportkompanie der Bundeswehr? Oberhof macht es doch vor! Sind unsere Jungs zu weich?

29.08. Bericht 3.000 Meter Hindernis Männer

Das gewohnte Bild aus vergangenen Jahren war zu sehen. Kenia  souverän auf den ersten drei Plätzen! Dahinter die Söldner aus Kenia, die für andere Nationen starten. Kipruto war 3 Sekunden schneller als der Favorit Kemboi der sich mit Silber zufrieden geben muße. Es war herrlich anzusehen, die drei Kenianer in der letzten Runde dem Feld spielend davonliefen.  Laufstudien-Freunde waren wohl begeistert. Lag der 1. Kilometer noch bei etwas unter 3 Minuten, so wurde der letzte Kilometer in 2:37 gelaufen. Nicht zuletzt durch die schnelle Schlußrunde in ca. 60 Sekunden.

1. Brimin Kipruto                 Kenia             8:13,82
2. Ezekiel Kembio                Kenia             8:16,94
3. Richard Mateelong          Kenia             8:17,79

Im Vorlauf war Filmon Ghirmai (Tübingen) in gar nicht mal so schlechten 8:25,17 ausgeschieden.

29.08. Bericht vom 800 Meter Lauf der Frauen

Die alte Dame Maria Mutula wollte es noch einmal wissen und hatte den Endlauf erreicht. Resolut ging Janet Jepkoskei sofort an die Spitze und lief einen Start/Ziel - Sieg heraus. Mit knapp unter 27 Sekunden wurde, wie es heute üblich ist, die ersten 200 Meter  zu schnell angelaufen. 120 Meter vor dem Ziel sah es so aus, als würden Hasna Benhassi (Marokko) und Maria Mutola (Mosambik) zur Führenden auflaufen können. Doch Janet Jepkoskei legte wieder zu. War es Schwäche oder stolperte Mutola ca. ac