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»» TM-Story I 1943

Die Trainingsmixstory
... die unendliche Geschichte?
...auch für Eltern, Politiker, Trainer und Sportfunktionäre interessant!

Hinweis!
Die TM-Story ist zwecks besserer Übersicht in X Kapitel aufgeteilt.
Alle Artikel müssen noch korrigiert werden Termin: Mai 2008?

Bemerkung : Dieses ist keine Selbstdarstellung, sondern soll aufzeigen, wie sich der Trainingsmix zur erfolgreichen Trainingsmethode entwickelte. Leistungsläufer bekommen Hinweise, wie noch besser trainiert werden kann. Ausdauernder, schneller, verletzungsfreier und erfolgreicher sein!
Hobbyläufer und Läufer/innen die nicht so talentiert sind, sollen hier erkennen, was erreicht werden kann! Bei Zeitvergleichen ist zu bedenken, dass bei uns in Bremen die Leichtathletik ab 1954 einen geringeren Stellenwert hatte, als in den meisten Bundesländern. Nur deshalb  ist es erklärlich, dass ich ca. 10 Jahre (1954 - 1966) zur Bremer Spitze gehörte und einige Mal Bremer Meister werden konnte. Ab 1979 ab M45 zählte ich in den Altersklassen wieder zu den besten Bremer Läufern. Bedingt durch die vielen Organisationsaufgaben für den Bremer Laufsport und den vielen Ehrenämtern in Wirtschaft, Politik und Sport, ging es mit meinem Gewicht auf und ab und dementsprechend waren auch die Leistungsunterschiede. Mit 50 lief ich den Marathon noch in 2:56 und mehrfach unter 3 Stunden. 1994 war ich in der M 60 wieder der schnellste Bremer über 10.000 Meter (42:11) und hätte fast in dieser Klasse die AK-Wertung in der von mir konzipierten Winterlauf-Serie gewonnen. Du siehst, der Trainingsmix bringt in jeder Altersklasse die Erfolge!

Ab 1960 war ich dann auch Lauftrainer und Mandatsträger in vielen Funktionen.  Ich hatte teilweise bis zu neun Ehrenämter in Sport, Poltik und Wirtschaft.  Erfahren musste ich, wie gemein und hinterlistig viele Funktionäre sein können. In Bremen wurde die positive Laufentwicklung jahrzehntelang behindert. In Sachen Trainingsmethodik läuft der DLV und die meisten seiner angeschlossenen Landesverbände immer noch hinterher. Nur der individuelle Einsatz von Trainern und Athleten, die sich nicht an die Trainingsrichtlinien des DLV hielten, brachte die wenigen Erfolge bei Olympiaden und internationalen Meisterschaften. Auch darum schreibe ich diese Geschichte, damit Du erkennen sollst, was wirklich die Erfolge bringt. Viele Wege führen nach Rom.
Trainingsmix garantiert Dir den optimalsten Laufweg! 

Ausdauernder   schneller   weniger verletzt  erfolgreicher 
und  mit mehr Spaß  l a u f e n !

Noch eine Bemerkung: Meine in den folgenden Abschnitten geäußerte  Kritik an das unglaubliche und unfaire Verhalten einiger  Funktionäre von dem Bremer Leichtathletik bezieht sich auf die Jahre 1963 bis 1995! Jahrzehnte lang mußten wir kämpfen, um die Laufideen unserer Vorbilder Dr. van Aaken und Otto Hosse hier in Bremen durchzusetzen. Die Zeit hat uns schon lange bestätigt! Allerdings... auch heute noch läuft vieles nicht so, wie es laufen könnte!   

Für die Menschheit ist es überlebenswichtig, dass wieder die Grundwerte  LAUFEN - SPRINGEN - WERFEN - Gesunde ERNÄHRUNG - Gute KINDERBETREUUNG  - Eine solide AUSBILDUNG - ARBEIT für alle mit gerechtem EINKOMMEN - FAIRNESS - Gesunde UMWELT - u.v.m.  Priorität haben. Für unseren heutigen Lebensstil ist die MUTTER ERDE zu klein! Nur wen alle jetzt und sofort umdenken, überleben die nächsten Generationen! Nicht resignieren oder nur diskutieren... sondern handeln! Wir (Ingrid & Heinz Spies) handeln seit über 47 Jahren und haben über 37.500 ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet. So ca. DM 250.000 haben wir gesponsert! Auch Du kannst Deinen Beitrag, ob groß oder klein, liefern!
                                                                                                                   Bremen, 1. März 2007 Heinz Spies

1943... Kinder laufen gerne!
"Wer am längsten um den Häuserblock rennt, bekommt 10 Pfenning!" sagte der Opa von nebenan und nickte uns dabei aufmunternd zu. Schon stürmten wir Kinder los. Natürlich viel zu schnell und da ich nicht über eine gute Sprintschnelligkeit verfügte, lag ich bald am Schluss des Läuferrudels. Zusammen mit einigen Mädchen, die dann auch bald aufhörten, weil sie das ewige Gerenne um den Häuserblock zu doof fanden. Wir  liefen und liefen und bald begann das große Keuchen. Die Luft wurde knapp und warm war es ja in diesen Jahren auch sehr oft. Wie an diesem Tag, wo die Luft vor  Hitze flimmerte und die Sonne grell in die Augen stach. Der alte Mann hatte auch eine silberne Taschenuhr dabei und rief uns jedes Mal, wenn wir schwitzend an ihm vorbeiliefen zu, wie viel Zeit und Runden wir schon hinter uns hatten.

Die "Sprinter" waren natürlich zu schnell losgelaufen und einer nach dem anderen gab auf, setzte sich nach Luft schnappend auf den Boden oder lag der Länge nach im Straßenstaub. Für die ausdauernden Jungs jedoch lief es weiter und irgendwann war die magische Grenze von einer Stunde erreicht. Da waren es nicht mehr viele und das Lauftempo wurde immer langsamer. Nun muss man wissen, dass ich ein sturer Dickkof war und nicht ans aufgeben dachte. Doch auch einige meiner Mitläufer dachten auch nicht daran, aufzuhören und so liefen wir bis 2 Stunden und mehr vorbei waren, und nur noch zwei Sturköpfe übrig waren. Vielleicht hatte der Opa keine Lust mehr, wesentlich befahl er uns das Rennen zu beenden und jeder bekam seine 10 Pfenning.
Kommentar: "Das war ein gutes Dauerlauftraining"!

Da wir keine Laufschuhe hatten und barfuß laufen mussten, fertigten unsere Mütter aus Stoff und Laufschuhe an. Wer dann auch noch ein Turnhemd hatte war schon ein richtiger Profi!

Das war die Geburtsstunde unseres Sportklub "Bromberger Straße" in Bremen-Gröpelingen. Es war ein Klub mit vielen Angeboten. Das war die "Köppgruppe". "Köppen" kommt von Kopfball und das sah so aus: Mangels vorhandener Bälle hatten die Mütter uns Stoffbälle von der Größe eines Tennisballes genäht. In einem Feld von 10 x 10 Meter standen sich jeweils  zwei Spieler gegenüber. Der Stoffball (später waren es dann echte Tennis- oder andere Bälle) wurde hoch in die Luft geworfen und dann mit einem Kopfstoß in das gegnerische Feld befördert. Wenn der Ball die Endline des Feldes überfolg gab es einen Punkt. Wir köpften bis wir schwindelig wurden! Straßenmannschaften kämpften regelrechte Meisterschaften aus. Schlimm waren die "Straßenschlachten" die nach einer >Kriegerklärung< durchgeführt wurden. Wir prügelten uns furchtbar und droschen mit Holzlatten auf uns ein. Steine wurden geworfen und sogar mit geklauten Leuchtraketen geschossen. Heute kann man das gar nicht glauben, doch es war so.

Ja, dann gab es da noch die vielen Laufspiele wie "Räuber und Jendarm", "Dritten abschlagen", "Fangen", "Indianer & Trapper", "Schnitzeljagd", "Orientierungslauf" und die "Zielläufe" bei denen wir auf dem kürzesten Weg ein Ziel erreichen mußten.  Die Mädchen spielten lieber "Mutter & Kind" oder mit uns "Onkel Doktor". Doch darüber schweigen wir lieber!

Natürlich war unser >Sportklub< noch vielseitiger. Völkerball, Prellball, Brennball und Raufball waren sehr beliebt. Die Mädchen spielten viel "Probe". Dabei wurde eine Ball auf vielfältiger Art und Weise  mit den Händen, Kopf, Armen, Knie oder der Brust gegen eine Hauswand geprellt.  Wenn der Ball zu Boden fiel kam das nächste Mädchen dran. Streit und Geheule gab es meistens um den Ball und wem der Ball gehörte, das war die Königin der Straße! Ein tolles Hüpfspiel mit dem Namen "Hinke-Pinke" gab es auch.

Auch das Seilspringen in vielen Variationen war an der Tagesordnung und hier brachten es besonders die Mädchen zu artistischen Leistungen, die heute noch im Zirkus gezeigt werden. Den hatten wir so nebenbei gegründet.Wir nannten ihn "Zirkus Sarasani" der auch echt ab und zu in Bremen gastierte. Es gab eine Eisenstange als Ersatz für das Seil für  Seiltänzer. Gegenstände zum Jonglieren, Akrobatik und Vorführung von Kunststücken mit Hunden, Kaninchen und Wellensittichen. vervollständigten das Zirkus-Programm. Der Eintritt kostete 5 Pfennig oder wurde mit Naturalien abgegolten.
Kommentar: "Das war eine gute Koordinationsschulung"!

Natürlich gabe es auch in der Schule fast täglich eine Sportstunde in der Turnhalle oder draußen vor der Schule. So bald es warm wurde ging es barfuß ab in die Badeanstalt oder zur Weser. Das Flußwasser konnte man fast trinken, so gut war es. Bevor wir richtig schwimmen konnten, sprangen wir in der Badeanstalt vom 3 Meter-Turm, paddelten schnell wieder zum Beckenrand und wurden von den Großen aus dem Wasser gezogen. Wer vom 5 Meter-Turm sprang wurde ab und zu mit einem Pfennig belohnt.

Ja das waren tolle Zeiten und schon hier wurde der Grundstein für unser sportliches Leben gelegt.
Übrigens: Das "Um den Block laufen" habe ich in den neunziger- Jahren in unserer damaligen Wohnstraße (Bremen-Findorff) mit Kindern durchgeführt und bin dabei viele meiner  55 Pokale (die standen nur als Staubfänger herum) und Volkslaufmedaillen aus 1253 Rennen  losgeworden.

Was lernen wir aus Abschnitt I ?

Kinder wollen und benötigen eine vielseitige körperliche Belasung!


Fortsetzung folgt in TM - Story II:

1945 - 1948... laufen um zu überleben!