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»» TM Kneipp & Co.

                                  Was ist Trainingsmix 2000 plus?

  • Rasenlauf-Training nach Kneipp
  • Hügellauf-Training ab 1960 modifiziert (Spies)
  • Modifizierte "Keniagymnastik" (Laufschule PARKHÖHE/Spies)
  • Rationelle Trainingsplanung und Dokumentation (Petermann/Spies)
  • Bausteine Ernährung & Regeneration u.a. nach Dr. Wolfgang Feil

                                          Rasenlauf-Training nach Kneipp

    "Im Morgentau auf Gras zu loofen, ist besser als eine Kur in Bad Wörishofen!". Irgendwo habe ich diesen Satz gelesen... oder sollte berühmte Pfarer Sebastian Kneipp(1821-1897), der ja im heutigen Bad Wörishofen wirkte, diesen gesprochen haben? Der "Wasserdoktor" ließ  seine Patienten viel barfuß auf Rasen laufen. Dabei hatte er es schwer, die Ärzteschafft und die Schulmediziner von seinen Heilmethoden (Wassergüsse etc.) zu überzeugen. Es dauerte ein Jahrzehnt, bis seine Heilerfolge anerkannt wurden. Wie unser Laufvater Dr. van Aaken reiste er durch Europa und hielt ca. 30 Vorträge. Auch Kneipp wurde  mit Hetzkampagnen angegriffen und vor Gericht gebracht.  Heute gibt es keinen Kurort, der nicht eine Wassertret-Anlage nach Kneipp hat. Über 650 Kneippvereine zählt man  und die Kneippkur wird weltweit angeboten.
                     Die fünf Säulen seiner ganzheitlichen Gesundheitslehre sind:
                    Wasser   -  Bewegung  -  Heilpflanzen  -  Ernährung  -  Ordnung
    Wäre damals schon die Reflexzonen-Behandlung verbreitet gewesen, Sebastin  hätte sie bestimmt in seinem Programm aufgenommen. Sie wurde erst ab 1910 offiziell eingeführt, obwohl diese schon bei den Urvölkern angewendet wurde zur Behandlung von Beschwerden und als Wohlfühl-Therapie.
    Eine Badekur gibt es heute nicht mehr umsonst und eine Fußsohlen-Reflexmassage, die ca. 45 Minuten dauert, kostet 30 bis 40 Euro. Mache nun einmal pro Woche Deine eigene Kur und laufe 30 bis 60 Minuten barfuß auf dem Rasen und spare dabei! Vorsicht, vorher die Rasenlaufläche auf Glasscherben und spitzen Steinen kontrollieren. Insbesondere Diabetiker Typ I müssen aufpassen. Da wir, sobald es draußen wärmer wird, jeden Montag bis zu einer Stunde  barfuß auf dem Rasen laufen, ist wohl jeder von unserem Team weit über 10.000 Kilometer so gelaufen. Wir haben uns eigentlich nie verletzt. In der kalten Jahreszeit laufen wir zuhause einige Minuten auf einem ca. 1,50 Meter langen und ca. 0,70 Meter breiten Flickenteppich (Berberteppich geht auch). Zwischendurch machen wir die Keniagymnastik und fühlen uns danach erfrischt  und glücklich. Die Glückgefühle werden durch die Aktivierung der Reflexzonen beim Barfußlauf geweckt. Deshalb sollst Du auch auf Rasenflächen laufen, die nicht so schön glatt wie Golfanlagen sind! Fußballplätze und Spielwiesen sind da geeigneter.
    Da die meisten Menschen, kaum noch barfuß laufen und durch die Schuhe mit Absätzen die Achillessehne und Schollenmuskeln nicht genügend beanspruchen, ja zum Teil verkürzt haben, musst Du wieder von vorne beginnen! Das erste Mal wird nur 10 bis 15 Minuten barfuß gelaufen. Dann ziehen wir uns Laufschuhe mit sehr dünner Sohle an und laufen damit weiter. Von Lauftag zu Lauftag verlängern wir die Barfußlaufzeit bis zu einer halben und wer die Zeit hat, bis zu einer ganzen Stunde.
    Durch diese Barfußlaufen sind wir nach einem Jahr in der Lage, sowohl im Gelände als auch auf festen Wegen, mit Laufschuhen zu laufen, die dem natürlichen Laufstil entgegenkommen. Also ohne aufwendige Dämpfung und dicker Sohle!
    Es gab Weltklasseläufer/innen die auf Aschen-und Kunstoffbahnen barfuß liefen. Michael Spöttel (der einer besten Läufer der siebziger bis achtiger Jahre in der BRD) ist als Seniorenläufer fast immer bei Wettkämpfen ohne Laufschuhe gelaufen!
    Endlich haben einige Laufschuhsteller nun auch ganz leichte Laufschuhe im Angebot. In den sechziger Jahren war das die Firma Brütting aus Nürnberg, mit dem Lydiard-Road-Runner bzw. Sao Paulo, der eine Sohlendicke von 5 bis 8  Millimeter aufwies. Mit dem Sao Paulo bin ich Marathon, den Nürburgringlauf (abwärts auf Rasen) und diverse Hermannläufe gerannt. Mit dem Nike Free ist jetzt ein Laufschuh auf dem Markt, der dem Barfußlaufgefühl entspricht. Von Nike gibt es auch den Mayfly, der nur ganze 135 Gramm wiegt. Mit diesem bin ich  zum  Erstaunen meiner mitlaufenden Sportkameraden 2004 mit 83 kg Körpergewicht (Größe 1,73)  2004 den Marathon in Athen zu ca. 75 % gelaufen und wegen meinem Diabetes und der Herzkrankheit) zu ca. 25 % marschiert. Doch da muss man schon einige Jahre nach Trainingsmix trainiert haben um mit solchen Schuhen auf Asphalt laufen zu können.
    Dort wo Kinder in der Familie sind sollte darauf geachtet werden, dass diese viel barfuß laufen. Auch im Kindergarten und in der Schule müssen die Füße der Kinder, Schüler und Jugendlichen wieder an das natürliche Laufen gewöhnt werden.
    Übrigens: Sehr oft wurde Dr. van Aaken nach dem idealen Laufschuh gefragt. Seine Antwort war stets: "Der Barfuß-Laufschuh".

    Nachtrag: Nun haben auch andere Hersteller nachgezogen und bieten wieder
    Leichtgewicht-Schuhe an. Den Brütting kan man wieder kaufen. Surfe mal im Internet und rufe www.manufactum.de auf!


    Surfe mal im Internet unter >Barfußlaufen<  -  >Fußlehrpfad< usw.

    Welche Vorteile bietet nun der Barfußlauf?
  • Natürlicher Fußaufsatz (Niemals setzt der Barfußläufer mit der Ferse auf)
  • Stärkung der Knochen, Sehnen, Bänder und Muskeln im Fußgelenk
  • Zurückführung auf die natürliche Länge von Achillessehne und Wadenmuskeln
  • Stimulierung der Reflexzonen (Die größte Dichte befindet unter der Fußsohle!)
  • Voraussichtlich sind positive gesundheitliche Auswirkungen und Heilprozesse zu erwarten
  • Der Laufstil verbessert sich durch die Stärkung der Fuß- und Beinmuskeln (Abdruck/Abstoß)
  • Barfußlaufen macht einfach Spaß, schenkt Dir Wohlbefinden und Lebensfreude.

                                                                    Versuche es doch einfach!


                                                  Hügellauftraining nach Trainingsmix

    Bei Lydiard & Co. haben wir schon das Hügellauftraining erwähnt. Während beim methodischen Lauftrainer Arthur Lydiard das Hügellauftraining während einer sechswöchigen Periode, als Vorbereitung für die harten Tempoläufe durchgeführt wurde, haben wir dieses in Deutschland ab 1961 wohl erstmals  modifiziert. Es mag sein, dass die norddeutsche Landschaft dazu beigetragen hat.
    Wir führen das Hügellauftraining nicht mit einem Sprungschritt sondern mit einem langgezogenen flachen Schritt durch. Dabei versuchen wir durch provoziertes Anheben der Oberschenkel ("Knie hoch"!) einen Art Schwebeschritt zu erreichen. Da dieser Laufstil sehr anstrengend ist, laufen wir Steigungen von 50 Meter (Anfänger)  bis 300 Meter hoch, kehren oben um und laufen ganz locker wieder hinunter. Bei Lydiard waren es bis 800 Meter. Es wurde sehr schnell wieder runtergelaufen und hier war uns die Verletzungsgefahr  zu hoch. Wir empfehlen zwar auch eine Periode zwischen Mitte März bis Ende April mit  zweimaligem Hügellauftraining in der Woche, führen aber aber danach einmal pro Woche Hügellaufe durch. Die bauen wir in unserem langen SDL oder Fahrtspiel ein. Die Wiederholungzahl liegt bei drei- (Anfänger) bis 15 Mal! Die Hügelneigung  sollte 2 bis 8 Prozent betragen. Die Langstreckler laufen eine geringere Neigung, während die Mittelstreckler schon bis zu 8 Prozent Neigung mit einem  kräftigeren Schritt laufen sollten. Damit wir uns nun richtig verstehen: Im sonstigen Training oder im Wettkampf laufen wir natürlich in einen rationellen Laufstil die Hügel bzw. Berge hoch. Trotzdem schadet es nicht, im  Lauftraining mal ab und zu mit dem provozierten Laufschritt hochzulaufen. Das Hügellaufen nach TM  ist neben den knallharten Tempoläufen (die wir nach guter Ausdauergrundlage durchführen) ein sehr hartes Training. Hier ein Rechenbeispiel für Spitzenläufer:
    15 x 300 Meter hochlaufen ist ein Berg- bzw. Hügellauf von 4,5 Kilometer!! Da wir nach jedem Abschnitt ganz locker zurücklaufen, kommen wieder 4,5 Kilometer hinzu. 30 Minuten ein- und 15 Minuten auslaufen bringen ca. 7,5  Kilometer. So haben wir mal so eben 10 Meilen bzw. bzw. 16,5 Kilometer gelaufen! Etwas Gymnastik und Stretching kommen auch hinzu und 2 Stunden eines guten Trainings liegen hinter uns! Für Fortgeschrittene Hobby- oder Volksläufer sind es  etwa die Hälfte. Auf unseren Lauf- CD`s kann Du das Hügellauftraining Dir ansehen. Allerdings läuft die liebe Ricada etwas zu kräftig den Hügel rauf. Auf hartem Untergrund (wie in der CD zu sehen) sollte das Hügellaufen nicht durchgeführt werden.
    In unserem Trainingslager an der ALGARVE habe ich auf der Crossanlage Kenianer (u.a. den Weltrekordler über 800 Meter Kipketer)  beobachtet, die bis zu 20 Hügelläufe von je 200-300 Meter auf der 2000er - Runde liefen! 


    Was erreichen wir mit dem Hügellautraining?

  • Es ist das beste Krafttraining für die Füße und Beine!
  • Wie durch Zauberei wird der Laufschritt flüssiger und länger!
  • Die Armarbeit (Armeinsatz) wird effektiver und fördert den Vorschub!
  • Die flache und dennoch lange Flugphase verbraucht weniger Kraft fördert für Millisekunden die
         Regeneration zwischen den Laufschritten. Die Zeiten werden verbessert. Du wirst staunen!
  • Durch Gewichtswesten und dünne Bleisohlen in den Laufschuhen kann  weiter getrickst werden.

     

                                                      "Keniagymnastik" 

    Auf Gymnastik legten meine ersten Trainer Hinnerk Mester und Willi Scherbath sehr großen Wert. Ich habe ein Leben lang die Gymnastik beibehalten. In den fünziger und sechziger Jahre waren fast immer Zuschauer dabei, wenn ich mein GYM-Programm und das Lauf ABC durchzog.
    Da wurden Flick-Flacks und Saltos einbezogen. Beim Lauf ABC lief eine 400 Meter-Runde mit Skippings voll durch. Auch das Hochlaufen auf den Tribünen im alten Weser-Stadion war eine gute Laufkraft-Übung.
    1989 wurde in der "Lehre der Leichtathletik (Ausgabe 44) ein Artikel über die Kenia-Gymnastik veröffentlicht. Wir probierten diese aus und stellten fest, dass hier in einem Kurzprogramm fast alle Übungen enthalten waren, die ein Läufer für sein Training benötigt. Deutsche Trainer waren es, die diese Kraftgymnastik in Kenia eingeführt hatten! Es sind 8 Übungsabschnitte von den Füßen bis zum Kopf. Die Wiederholungen und Belastungsstufen können dem Leistungszustand so angepasst werden, dass vom Anfänger bis zum Hochleistungssportler alle davon profitieren.
    Wir haben dann die Keniagymnastik etwas modifiziert und einige umstrittene Übungen wie zum Beispiel das "Taschenmesser" rausgenommen, um den Kritikern kein Wasser auf die Mühlen zu geben. (Ich selber mach heute mit 72 Jahren immer noch die "Taschenmesser-Übung")
    Wir stellten fest, dass wir mit diesem Programm nur knappe 10 bis 15 Minuten benötigten und damit viel Zeit für das eigentlich Lauftraining gewannen. Während andere Läufer noch mit dem Lauf ABC und "modernen" Stretchingübungen beschäftigt waren, hatten wir schon die Hälfte unseres Tempo-Lauftrainings im Stadion absolviert.
    Bei Weltklasseläufern dauert das Programm bis zu einer halben Stunde. Wir haben Kenianer beobachtet, die bis zu 100 Wiederholungen pro Übung machten! Das wären 800 bis 1000 Wiederholungen. Natürlich kann man auch Schwerpunkte mit einzelnen Abschnitten setzen. Wir machen die Keniagymnastik beim Rasenlaufen. Wenn wir am Sonntag ein hartes Rennen hatten, wurde das Programm am Mittwoch-Abend (72- Stunden-Regel!) durchgeführt.

    Auf unsere CD haben können die Übungen angeschaut werden. 

     >26.04.08> Rechtschreibekorrektur   
  •                                                                                                  

  • Kneip & Co.

    Barfußlaufschuh Siehe: www.barfußlauf.com
     Barfußlaufschuh Siehe: www.barfußlauf.com

    Härtestes Hügellauf-Traning
     Härtestes Hügellauf-Traning