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Marathonis Leben

"Heinz Du musst unbedingt ein Buch über Dein Leben schreiben!"

Sehr oft habe ich diesen Satz von meinen Freunden gehört. Doch woher sollte ich die Zeit nehmen? Im Laufe meines Lebens hatte ich neun Ehrenämter. Nimmt man die Tätigkeit bei der VHS Bremen jetzt hinzu, sind es sogar zehn, denn die Aufwandsentschädigung deckt man gerade meine Kosten. Erstelle ich doch wertvolle Unterlagen für die Kursusteilnehmer und so manch andere Sachen gehen in das Geld.
Da ich schon ab 1948 ein Sporttagebuch führe und dort auch andere Tätigkeiten proto-kolliere, habe ich einen guten Überblick. Weit über 30.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden kommen da zusammen. Das war in den letzten drei Jahrzehnten nur durch ein bis drei Stunden nächtlicher Arbeit am Schreibtisch bzw. am Computer möglich. Da mussten auch viele Flaschen Wein mir die Nachtstunden verschönern! Noch heute sitze ich zwei- bis dreimal in der Woche nachts am Computer und die E-Mailempfänger wundern sich, wenn sie die Lese- bzw. Versandzeiten zur Kenntnis nehmen. Es bleibt aber meistens nun bei einem Gläschen Wein und geknabbert wird auch nicht!

Ich habe Tausende von Freunden und nur ganz wenige Menschen, die mich nicht mögen und mir das Leben schwer gemacht haben. Diese bösen Leute kamen aus Sport-verbänden und behinderten die kontinuierliche Entwicklungen des Lauf- und Breiten-sportes in Bremen. Doch Langstreckenläufer sind ausdauernd und zäh und da es mir finanziell nicht schlecht ging, konnte ich auch sehr viel Geld investieren. So wurde Bremen zur Läufer- und Geherhochburg im Norden. Der totale Absturz kam im Jahre 1987 als der Verband den bremen-marathon... durch Stadt und Land übernahm. Nun ist Bremen keine Läuferhochburg mehr. Das wissen aber nur die Laufgenerationen aus den sechziger bis achtziger Jahren, wo alleine der LTB zwölf Laufveranstaltungen durchführte. Beim bremen-marathon... durch Stadt und Landwaren waren die Tribünen der Stadthalle mir gut 8000 Zuschauern bis unter das Dach voll. Der LTB hatte 155 Mit-glieder und der LTB-Lauftreff im Bürgerpark an  machen Tagen knapp 100 Teilnehmer!Was sich gut gehalten und sogar die Teilnehmerzahlen gesteigert hat, ist die Winter-Lauf-Serie des LTB. Hier zolle ich den fleißigen Helfern meine ganze Hochachtung. Immer noch sind die Freunde/innen der ersten Stunde (WLS=1982) fast alle dabei!
Meine Dankbarkeit gilt allen, die mir geholfen und zur Seite gestanden haben. Jürgen, Jan und jetzt auch Karsten sind dabei nicht zu vergessen. Ganz besonders danke ich meiner Frau die es mit mir schon 54 Jahre (davon 49 Jahre als Ehefrau) ausgehalten hat! Wir freuen uns auf die Goldene Hochzeit am 19. April 2009!

Doch es sind der Worte genug! Hier nun in Stichworten mein Lebenslauf:

1934 In Rotterdam geboren (Ich besitze die niederländische und deutsche Staatsangehörigkeit)
1938 Meine Großmutter holt mich nach Bremen
1940 Schulbeginn
1941 Unser Haus wird durch Bomben total zerstört
1942 Mit der so-genannten Kinder-Landverschickung in Sachsen (Polenz) > 1944
1946 Eintritt in den Sportverein TURA Bremen (Turnen & Handball)
1948 Schulende und Beginn der Zimmermannslehre
1952 Als Lagerhelfer beim Jugendlager der Olympiade Helsinki Siehe TM-Story 1952
1952 Wechsel zur Leichtathletik-Abteilung von TURA Bremen. Beginn Lauftraining!
1953 Eintritt in den Polizeidienst >Bereitschaftpolizei >Schutzpolizei >Kriminalpolizei
1955 Ingrid kennen gelernt
1955 Erster Bremer Meistertitel 5000 Meter
1956 Olympiade Melbourne (B-Kader Moderner Fünf-Kampf) Helfer im Jugendlager

1958 Eintritt in Polizeisportverein Bremerhaven. Aufnahme der Trainertätigkeit
1958 Nach 7 Jahren Erreichung meines Zieles > 3000 Meter unter 9 Minuten zu laufen
1959 Abend-Abitur für gehobene Laufbahn bestanden
1959 Hochzeit mit Ingrid  ( 2009 feiern wir Goldene Hochzeit in Paris oder Wien! )
1960 Olympiade Rom BV-Kader Moderner Fünfkampf und Betreuer im Jugendlager
1960 Es entwickelt sich die erfolgreiche Lydiard-Truppe ( Acht Läufer 1000 unter 2:30!)
1960 BLV-Verbandstrainer für Mittel- und Langstrecke und Pressewart
1960 Einführung der Dauerlaufmethode nach Dr. van Aaken und der Lydiard-Methode
        Erheblicher Widerstand der BLV-Funktionäre und übrigen Lauftrainer!
1961 Überführung Deutscher Polizeihund-Welpen in ganz Asien (Dauer 1/2 Jahr)
1961 Erstes Laufseminar in der Jugendherberge Sandhatten bei Oldenburg
1963 Modifizierung des Hügellauftraining nach Lydiard. Verhöhnung durch Trainer!
        Mein erster Lauftrainer tritt als BLV-Trainer (Frauen) zurück, da der BLV den
        800 Meter Lauf der Frauen als Meisterschaft nicht genehmigen will. Ich folge ihm!
1964 Erster Werdesee-Cross mit neuer Konzeption: Wassergraben-Strohballen-Sand-Hügel
        Vom BLV als Meisterschaft nicht genehmigt!
1965 Studium des Volkslaufes in Bobingen bei Augsburg mit Lehrfilmerstellung
1966 Organisation des ersten Norddeutschen Volkslauf mit 3865 im Ziel! Auch hier
        lehnte der BLV eine Beteiligung und Zuschüsse ab. Er verweigerte auch den
        Einsatz von BLV-Kampfrichter!
        Die Mitglieder der Lydiard-Truppe beginnen mit einer beispiellosen Rekordjagd
        und laufen Zeiten die noch (2008) heute nach, über 40 Jahren, Bremer Rekorde sind.
1967 Bei strömenden Regen am ganzen Wochenende erreichten 3798 das Ziel! Über
        4000 hatten gemeldet. Viele Vereine aus der BRD waren nach Bremen gekommen
        um die Organisation und Durchführung zu studieren. Das war der VL-Durchbruch!
1968 Wegen finanzieller Probleme und wichtiger beruflicher Aufgaben wurde die VL-
        Organisation abgegeben. Im Lauf der Jahre wuchs die Volkslauf-Beteiligung in der
        BRD und weltweit... nur in Bremen ging es immer weiter bergab!
1968 Noch einmal hartes Leistungstraining. 12 Bestzeiten. U.a. 800 Meter erstmals unter
        Minuten. Ermüdungswiderstand-Index 2 x 400 Bestzeit + 6,6 Sekunden
(Weltrekord?)
           20 Jahre später werden einige Mitglieder vom Werder-Runners-Team ebenfalls die
        weltbesten Ermüdungswiderstandwerte erreichen! (u.a.  über 800 m 7,3 bis 7,8)
        Darunter einen geradezu unglaublichen Index von 10 km zu Halbmarathon.

1969 Berufliche Neuorientierung als Unternehmensberater bei McKinsey und Kienbaum
        Spezialgebiet: Wirtschaftkriminalität und Zeitmanagement-Seminare mit Fitness!
        Ingrid gründet die Agentur für Direktwerbung und Zeitungsvertrieb. Wir bauten in
        Bruchhausen-Vilsen ein Haus und hatten ein Büro in Bremen. Die Zahl der Mit-
        arbeiter im Zeitungzustelldienst und in der Werbemittelzustellung wuchs auf über
        1500! Sieben Anzeigenzeitungen-Vertriebe wurden aufgebaut! Im Verbund mit 
        Partnerfirmen waren wir in der Lage ca. 20 Millionen Haushalte innerhalb acht
        Stunden mit Zeitungen, Prospekten oder Warenproben zu versorgen!
        Natürlich liefe ich weiter. Ingrid wanderte viel mit meiner Mutter. Wir nahmen an
        an den Volksläufen mit Wanderangeboten teil. Das Körpergewicht
  stieg trotzdem
        immer weiter bei mir an. Familiäre Feiern (ca. 22 pro Jahr), Arbeitsessen und der
        Stress (Manfred Steffny sprach bei mir immer vom Stressbauch) brachten mich auf
        99,5 kg!
Siehe TM-Story 1978 ! Nach zwei Jahren war ich wieder bei 73 kg und lief
        zum Erstaunen meiner Laufkameraden und Verwandtschaft noch bis zur M 50 den
        Marathon unter 3 Stunden! Auch das ist ein Beweis für den Trainingsmix !
        Das hohe Körpergewicht machte mir keine Beschwerden beim Laufen, da ich viel
        auf Rasen und Naturwegen lief. Schon Ende der 70er Jahre schlug ich  den Bau
        einer 3 km langen Finnenbahn vor. Diese wurde dann von Reinhard Hoffmann,
        dem Bremer Sportamtsleiter in Zusammenarbeit mit dem Bürgerpark Verein zu 
        Beginn der siebziger Jahre verwirklicht. (Länge 1667 Meter) Einige Jahr später be-
        riet ich dann ein Architekten-Team für die Konzeption einer Finnenbahn im
        Krankenhaus Ost für psychisch Gestörte. Heute nutzen auch Gesunde gerne diese
        spezielle Sportanlage.

1972 Schulungsleiter bei der Boschgruppe (Medizintechnik). Später bei Keiper Dynavit 
        Nach Ergometrie-Lehrgang unter Prof. Dr. Hollmann Bezirksleiter Nord.

1978 Wiedereinstieg! Gründung der Bremer Laufschulemit der Universität Bremen
        In den folgenden Jahren werden Laufseminare in der BRD+Ausland durchgeführt
1979 Organisation des Volkslaufes Bremen (Post SV) Siehe dazu TM-Story 1978
1980 Organisation des Bürgerpark-Volkslauf mit Start und Ziel Universität Bremen
1981 Als Hobby Reiseleiter bei Sportflugreisen Große-Coosmann jahrelang tätig
1981 Auf Vorschlag von Niko Olk Planung eines Stadt-Marathon in Bremen
1981 Start der Bremer Winterlaufserie (Ausrichter Post SV)
1982 Taufe von Marathoni das Maskottchen des Bremen-Marathon
1983 Organisation des bremen-marathon... durch Stadt und Land Siehe TM-Story 1982
1983 Marathon unter 3 Stunden gelaufen (Im Laufe der Jahre 4 x)
1984 2. bremen-marathon... durch Stadt und Land mit finanzieller Pleite! (Geringer Zuschuß)
1985 Gründung LTB Bremen (Hohe Risoko) 3. bremen-marathon mit Ziel in der Stadthalle
1986 4. bremen-marathon... durch Stadt und Land (Hamburg auf unseremTermin!!)
1987 Wir müssen aufgeben (Insolvenz!). Der BLV, LSB und die Stadthalle übernehmen,
        Vier Organisationsleiter und die neuen Macher wirtschaften den Marathon runter!
        Es kommen immer weniger Teilnehmer und 1999 ist man am Ende!
1987 Wieder voll als Lauftrainer und Laufseminarleiter tätig. (Werder-Runners-Team)
1988 Programmierung  CD BIGRUN durch Jan mit Einbindung der Trainingsmix-Show

1990 Mithilfe beim Aufbau Ost. 465 Großstädte und Kleinstädte/Gemeinden wurden
        in die mobile Sauerstoff-Versorgung (Sauerstoff-Konzentratoren) eingewiesen. 
        Bezirksleiter Nord bei Oxicur / Regensburg

1992 Weitere Aufgaben in Wirtschaftsverbänden und bei der IGL. Siehe www.igl-ev.de
        u.a. Aufbau des größten deutschen Laufwettbewerbes IGL Jugend- und Schülercup
        nach einer Idee von Hary Arndt (DUV). 155 Vereine machten mit!
1993 Einstieg in das Leistungtraining für Senioren
1994 Nur eine Zerrung verhinderte den Sieg in der M 60 bei der Winter-Lauf-Serie LTB
        Im Sommer schnellster Bremer in der M 60 über 10.000 Meter in 42:25 (Bahn)

1996 Diabetes wird erkannt
1997 Im November erste Anzeichen, dass etwas mit dem Herzen nicht stimmt.
1999 Erster Herzinfarkt. Wegen geringer Erfolgsaussicht keine Operation wegen
2000 Am 8. August Herzoperation (4 Bypässe)
2001 Ich versuche dem Sensenmann nach der Dr. van Aaken-Methode davon zu laufen! 
2002 Es werden 12 Stenosen diagnostiziert. Davon vier zu 100 %!

2003 Kooperation mit der Volkshochschule Bremen für die Laufseminare
2004 Mit 57 % Herzmuskel-Leistung Athen-Marathon 6:07 mit nötigen Pausen(Diabetes)
2007 Umzug in unsere Altenwohnung.
2007 2 Herzinfarkte (März und August) Taxus-Stents werden gesetzt.
2007 Erfolgreiches Projekt Mein erster Marathon mit INTERSPORT SPORTHOF und dk
2007 Jan programmiert Sport Perfect und ich modifiziere die TM-Show (Über 500 Tafeln)

2008 Auf der Leipziger Buchmesse werden die Weichen für meinen Roman gestellt
aktuell 
>13.05.< Für Marathoni beginnt ein neur Abschnitt. Nach  99 Laufseminaren werden
              diese an Karsten und Jürgen abgegeben, 2063 Läufer und Läuferinnen haben
              an den Seminaren und Laufkursen von 1961 bis 2008 teilgenommen.


       Stand 13.05..08  Wird fortgesetzt bzw. ergänzt


>Rechtschreibprüfung 13.05.>