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»» Lauf-Storys>06.04< Auch hier ist vorerst Pause... der Roman "Das Jahrhundert-Rennen wartet! >Rectschreibkorrektur 20.05. 2008< Lauf-Storys die das Leben schrieb! "Heinz" sagte Rudimein alter Lauffreund, "Du musst unbedingt eine Seite für deine vielen Lauferlebnisse in die Homepage einfügen!" Ich erwiderte "Dafür habe ich kaum Zeit !" Doch nun komme ich nicht mehr davon. Am 19.09. 2007 erhielt ich einen Anruf aus Süddeutschland von Thomas. Es ging um die legendären Brütting-Schuhe. In den Seiten Lydiard & Co. bzw. Kneipp & Co. habe ich ja etwas darüber geschrieben. Also, beginnen wir mit meinen unglaublichen 100 Laufgeschichten! Bei Eugen Brütting auf der ISPO Das waren noch schöne Zeiten. Für alle die sich für die Sportausrüstung interessierten, war ein Besuch auf der größten Sportartikelmesser der Welt Pflicht. Dort wo im Oktober das Bier auf der Theresienwiese läuft, standen bei der Theresienhöhe die alten Messehallen. Ab den siebziger Jahren war ich dort jedes Jahr zu finden und bald kannte man sich in der Laufszene unter Sportartikelverkäufern, -Produzenten und Lauftrainern gut. Da ich schon ab den sechziger Jahren u.a. die Methoden von Artur Lydiard in den Trainingsmix eingebaut hatte, war ich erfreut, dass der Schuh-Fabrikant Eugen Brütting zusammen mit Lydiard Ende der sechziger Jahre einen Laufschuh entwickelt hatte. Es war der Laufschuh, auf den wir Straßen- und Volksläufer gewartet hatten! Die Läufer von Lydiardliefen ja in der Vorbereitungsphase viel auf der Straße und dabei jedes Woche den long jog von ca. 35 Kilometer! Eine Rosskur für die Beine würde das Pihkala der Lauftrainer vonPaovo Nurmibezeichnen haben. Eugen Brüttingwar ein knauseriger Ur-Bayer und ein exellenter Fachmann. Mit Manfred Steffny stellte er so einiges auf die Beine. Ohne ihn als Sponsor hätte es der 1. Nürburgringlauf schwer gehabt! Wir kannten uns aus der großen IGÄL-Familie, der Interessengemeinschaft der älteren Langstreckenläufer (Heute IGL) sehr gut.Da war es klar, dass ich immer seinen Messestand besuchte. An diesem Tag bummelte ich also mit dem Lydiard-Road Runner in den Messehallen rum und da ich täglich trainierte fuhr ich in den Englischen Garten und lief hier mit den Schuhen einige Runden. Ich war begeistert. Solche leichten und geschmeidigen Schuhe hatte ich noch nicht am meinen Füßen gehabt! In den nächsten Wochen lief ich viel mit dem Road-Runner und ausnahmsweise auch oft auf der Straße. Es war so, als ob ich auf natürlichem Boden, wie im Wald auf Wegen mit vielen Tannennadeln oder sogar auf Mooswegen trainierte! Das war der Laufschuh! Schnell sprachen sich in den Läuferkreisen die hervorragenden Eigenschaften herum und immer mehr trugen den Roadrunner beim Training und im Wettkampf. Wie beliebt der Laufschuh war, konnte man daran sehen, dass Spitzenläufer, die unter Vertrag bei großen Sportschuhfirmen standen, selbst bei offiziellen Wettrennen mit Brüttingschuhen liefen. Die Schuhe wurden eingefärbt und das Logo der Vertragsfirma aufgemalt bzw. die obligatorischen Streifen aufgeklebt! Brütting hatte auch den Sao Paulo konstruiert. Die Sohlendicke betrug im Vorder- und Mittelfußteil knappe 5 mm und im Fersenteil gerade 10 mm!! Das wurden dann meine Wettkampfschuhe mit denen ich nicht nur auf der Bahn lief. Ich bin damit die Hermannläufe und den Nürburgringlauf (Bergab natürlich auf dem Rasen am Seitenstreifen) gerannt. Ab Ende der achtiger Jahre führten wir nun auch unsere Trainingsmix-Laufseminare an der ALGARVE durch. Mit dabei war auch der orthopädische Schuhmachermeister Bernhard Dahlmann aus Münster, einer der großen Laufschuh-Experten! In seinem Vortrag erfuhren wir viel Wissenwertes über die Brütting-Schuhe. Das spezielle und teure Sohlenmaterial wurde von ihm gelobt und die Herstellung per Hand. Auch für Bernd war der Brütting Road Runner der beste Laufschuh den es gab! Meine alten Brütting-Schuhe habe ich leihweise Sport Ziel Bremen zur Verfügung gestellt. Sie können im Schaufenster besichtigt werden. Werner Sonntag, Autor von Laufbücher ("Einmal musst du nach Biel") Sportjournalist und Ultraläufer wollte mit uns IGLern ein Laufmuseum in Bad Aolsen gründen und dort auch u.a., den Brütting Laufschuh austellen. Leider wurde daraus nichts. Ich werde mal recherchieren wo man die Brüttingschuhe, außer bei Sport Ziel in Bremen besichtigen kann. Auf alle Fälle dann, in der Lauf- und Sportbibliothek an der Uni Bremen, der ich über 1000 Sportbücher gespendet habe, wenn diese nun endlich eröffnet wird. Was war und ist denn nun dran am legendären Rod Runner?
"Lass uns für eine Renaissance dieses Laufschuhs Made in Germany kämpfen!" schrieb am 20.09. 2007 Thomas aus Pfinztal. Da mache ich natürlich mit und du? Lieferanschrift: www.manufactum.de Händler-Nachweis: www.bruetting.com Eugen wirft mit Eiern! Wochen vor der ISPO flimmerten lustige Werbespots eines bekannten japanischen Sportschuhproduzenten über die Fernsehbildschirme. Da fielen aus einer Höhe von ca. 80 Zentimetern rohe(?) Hühnereier in Laufschuhe und blieben heil. Die neuartigen Geelkissen waren dadurch bald in der Läuferszene bekannt. Wie immer, wenn ich auf der ISPO war, besuchte ich Eugen Brütting den Nürnberger-Sportschuhfabikanten und, wie ich, IGÄL-Mitglied. Die IGÄL war damals die Interessenvertretung der älteren Langstreckenläufer. Fast überall auf der Welt gab es Sektionen und es wurden sogar Europa- und Weltmeisterschaften in eigener Regie durchgeführt. Wir waren eine große Familie und auch deshalb zog es mich immer wieder zu Eugen`s Messestand. An diesem Besuchstag stand eine Menschentraube am Brütting-Stand und die Besucher diskutierten und lachten. Eugen hatte eine ganze Palette mit rohen Eiern aufgebaut und forderte die Besucher auf, diese in die japanischen Laufschuhe plumpsen zu lassen. Natürlich zerbrachen die Eier! Das ging so den ganzen Vormittag, bis ein Gerichtsvollzieher mit einer einstweiligen Verfügung kam und den Treiben ein Ende machte. Die Lacher hatte aber Eugen Brütting auf seiner Seite! Der Professor wird böse! Tatort: ISPO in den achtiger Jahren. Die große Firma aus den USA hatte zur Pressekonferenz geladen. Die "Weltneuheit" für Laufschuhe wurde in einem Sonder-Zeltpavillon vorgestellt. Natürlich war auch ich als aufmerksamer Zuhörer im Auftrag eines führenden Bremer Sportgeschäftes dabei. Alle Plätze waren belegt und dem Gemurmel konnte man entnehmen, das eine gespannte Stimmung vorhanden war. In der Fotogalerie findest du den Road-Runnerund den superleichten Sao Paulo. Mit dem Nike Mayfly bin ich mit 83 kg KW den Athen-Marathon 2004 und weitere ca. 950 km gelaufen bin. Angeblich soll der nur 100 Laufkilometer halten. Dann noch den Nike Free, mit dem wir im Winter das Rasenlaufen simulieren. Man kann auch mit Sneakers laufen! Was kommt als nächster Artikel? Von der "Größten Volksverdummung in Sachen Gesundheitssport >Spiegel<" werde ich einen Beitrag schreiben, da ich vor vier Jahren auf der neuen ISPO in München-Riem die Gelegenheit mit dem Weltmarktführer für Nordic-Walking mich zu unterhalten. Dort lernte ich auch schon die ersten Prototypen der neuen Computer-Monsterschuhe kennen. Übrigens gibt es ein neues Buch von Achim Achilles (Hyne Verlag) zum Thema Nordic Walking. Titel: Das Walker-Hasser-Manifest... warum muss ganz Deutschland am Stock gehen? >Heyne Verlag< Weitere Geschichten werden folgen. So u.a.: "Die empfohlenen Trinkmengen... auch eine (Volks-) Läufer-Verdummung" "Die vergewaltigten Läuferfüße d ä m p f e n... s t ü t z e n... (ver)f ü h r e n..." "Kann man durch Marathontraining an Gewicht zulegen?" "Wer langsam läuft wird schneller?" Vielleicht wird aus allen diesen Geschichten ein Buch?... Doch erst muß der Lauf-Krimi fertig werden.
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