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Was ist Trainingsmix 2000 plus?

Der Übersichtlichkeit wegen in 5 Abschnitte aufgeteilt!
Alle Artikel müssen noch korrigiert bwerden. Termin: 31.Dezember 2007

Trainingsmix ist die Zusammenfassung der erfolgreichsten Trainings-Methoden aus aller Welt in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Mit Trainingsmix läufst Du bei konsequenter Anwendung in Zukunft ausdauernder, schneller, mit weniger Verletzungen und erfolgreicher! Die Lauffreude wird wird durch den Einsatz vieler Trainingsmix-Bausteine gesteigert. Du wirst mit noch mehr Freude laufen! Das haben Tausende unserer Seminarteilnehmer und Lauftreff-Teilnehmer bewiesen. Ob Anfänger, Wiedereinsteiger, Hobbyläufer/in oder leistungsorientierte/r Läufer/in, alle profitieren von dem Trainingsmix 2000 plus. Das Plus bezieht sich auf die Jahre nach 2000! Wir lernen nie aus und modifizieren seit  47 Jahren das Lauftraining. Davon profitierst auch Du!

Folgende Trainingsmethoden wurden in  den Trainingsmix integriert:

  • Die Nurmi-Methode (Finnland)
  • Das Fahrtspiel nach Gösta Olander (Schweden)
  • Wittenberger Laufschule (Lambert/Syring)
  • Intervall-Training Freiburger Prägung (Gerschler (Harbig)/Prof. Reindell)
  • Intervall-Training nach Zatopek
  • Dauerlauf-Methode nach Dr. van Aaken
  • Lydiards Training mit long jog und Hügellaufen (Neuseeland)
  • Cerutti-Natur-Methode (Australien)
  • Cross- und Tempolauf nach englischem Vorbild (Coe/Martin)
  • Polnisches Geländetraining
  • Afrikanische Methoden (O. Connel/ Kostre) u.a. Keniagymnastik 
  • Rasenlauf-Training nach Kneipp
  • Hügellauf-Training ab 1960 modifiziert (Spies)
  • Modifizierte "Keniagymnastik" (Laufschule PARKHÖHE/Spies)
  • Rationelle Traingsplanung und Dokumentation (Petermann/Spies)
  • Bausteine Ernährung & Regeneration u.a. nach Dr. Wolfgang Feil
  • Kommt 3/2008 noch hinzu : Höhentraining

Die Nurmi-Methode aus Finnland

Pavo Nurmi gilt auch heute noch als der größte Läufer aller Zeiten. Er gewann 9 Goldmedaillen bei Olympiaden und lief 24 Weltrekorde von 1500 Meter bis hin zum Stundenlauf, wo er 19.210 km erreichte. Sein Trainer war Pihkala aus Finnland. Der fliegende Finne lief bei wichtigen Läufen im Wettkampf aber auch im Traning mit der Stoppuhr in der Hand. Wie so viele gute Läufer (davon später in einem anderen Kapitel)  wurde auch Nurmi sehr krank. Er erblindete fast, erlitt Herzinfarkte und war halbseitig gelähmt.

Aus Nurmis Training habe ich folgendes in den Trainingsmix übernommen:

  • Die langen Ausdauermärsche! Bedingt durch die kalten Winter machte Pavo Nurmi im Winter lange Märsche (Schrittfrequenz 136-165) und damit ein Super-Sauerstoff-Training.
  • Die Kontroll-Läufe mit der Stoppuhr. Damit wurde Nurmi zum Herr über die Zeit.
  • Die kluge Tempoeinteilung. Nurmi kümmerte sich nicht um seine Gegner, sondern hielt seinen Zeitplan akribisch ein.
  • Nurmi lief sich vor wichtigen Rennen über eine bis zwei Stunden ein!

Übrigens:
Als ich mit  meinem Laufpartner  Jürgen Wrieden  und   Lauffreund  Peter Springborn mit seiner Reisegruppe bei den Seniorenweltmeisterschaften in Turku waren, trainierten wir auf Nurmis Laufwegen! Wer mehr über Nurmis Training erfahren möchte, lese bitte in unserer Laufbibliothek in dem Buch >Athletik< wo der Autor Dr. Karl Krümmel sehr ausführlich das Training beschreibt.

Aktuell: 07.04.
Mein Lauffreund Rudi Hanisch wird mit  Manfred Dornia, der am Projekt "Mein erster Marathon" teilnimmt, die Auswirkungen eines langen Marsches auf die Dauerlauf-Schnelligkeittesten. Beide nehmen für 6 Wochen mit weiteren Wanderern ab Mitte Mai den Jakobusweg von "St.-Jean-Pied-de-Port nach Santiago des Compostello", das sind ca. 900 Kilometer, unter die Füße! Die einzigen Lauftrainingseinheiten werden zweimal wöchentlich drei bis fünf Steigerungsläufe über 150 Meter sein!
Vorher nehmen Rudi und Manfred an dem 10 km - Test  teil. Nach ihrer Rückkehr wird 14 Tage später der 10 km -Test  wiederholt. Das Ergebnis wird sportmedizinisch ausgewertet. Wie wird das Ergebnis ausfallen? Werden Rudi und Manfred beim 2. Test langsamer oder schneller sein?

>eingefügt:24.12.07<
Beide sind nach Rückkehr der langen Wanderung schneller gelaufen! Die Ruheherzfrequenzen wurden verbessert. Dr. van Aaken lässt grüßen!

Du solltest ab und zu mal in Rudi's Homepage www.rudihanisch.de. reinschauen und das Kapitel Wandern & Trecking aufrufen. In dem Kapitel Reisen findest Du unter Athen übrigens den Bericht von unserem Marathon zu meinem siebzigsten Geburtstag. Hier lief und marschierte ich noch mit 67 % der Herzmuskelleistung. Heute sind es noch 52 %.  ( 5 Herzinfarkte, 4 Bypässe, 3 Stents, 12 Stenosen >davon 4 zu 100%<... das medizinische Weltwunder? (Prof. Hermann Buhl Klinik Bad Wildungen).
Des Rätsels Lösung? "Schonungslose Therapie" nach unserem  Dr. Ernst van Aaken
U d.h. in der Rehabilisation ein leicht gesteigertes moderates Ausdauertraining (Dr. van-Aaken-Trab)und dadurch Provokation vermehrter Kapilarisierung des Herzmuskels. Die durch früheren Stress und Genethik fortschreitende Verkalkung ist wohl nicht aufzuhalten. Mal sehen, wie lange es noch läuft.

>eingefügt 24.12.07<
Im Herbst 2007 machte ich auf Anraten der Mutter von Jürgen eine siebenwöchige Trinkkur aus dem Sud von 30 Knoblauchzehen und 6 Zitronen. 14 Tage nach Beginn der Kur waren meine Herzschmerzen, die mich 10 Jahre begleitet haben, weg. Bis heute bin ich immer noch schmerzfrei! Wenn das so bleibt, werde ich wohl meine nächsten Ziele (Paris- oder Wienmarathon und die Goldene Hochzeit mit Ingrid erreichen! Die ärztliche Lebensprognose bis 2002 habe ich ja schon längst überlebt! (Das Trinkkur-Rezept kann bei mir angefordert werden!)


Das Fahrtspiel aus Schweden von Gösta Olander

Ganze Heerscharen von Läufern pilgerten in den 1930er Jahren nach Valadalen zu dem Lauf-Trainer Gösta Olander. Valadalen liegt in schwedischen Helsingeland. Hier gibt es Wälder, Moos und unendliche Laupfade.  Olander lies den Läufern ihre Lauffreiheit! Das Tempo konnte nach Belieben variiert werden. Olander nannte das Lauftraining  > Fartlek < zu deutsch "Spiel mit der Geschwindigkeit". Nach einer Einlaufphase wurde ständig das Lauftempo und der Laufuntergrund gewechselt. Berühmte Läufer u.a. Gunder Häg, der als erster Mensch die 5000 Meter unter 14 Minuten lief trainierten nach den Plänen von Olander, der eng mit dem schwedischen Staatstrainer Gösse   zusammen arbeitete. In Deutschland wurde aus dem Fahrtspiel das harte "Mathematische- Minutenläufe-Training", welches den Läufern/innen die Freiheit des Denkens und Handelns raubte! Da wurde auf Teufel komm raus Tempo auf der Bahn geknüppelt. Häg trainierte so gut wie nie auf Laufbahnen! (Quelle: Leichtathletik 1954 Toni Nett)

Aus dem schwedischen Fahrtspiel wurde übernommen:

  • Vieles Laufen auf Naturwegen
  • Einbau verschiedener Trainingsmix-Bausteine in einem Lauf (Verschiedene Reizstufen)
  • Schulung der Reflexe bei unterschiedlichem Laufuntergrund
  • Liebe zur Natur wecken
  • Selbstständigkeit und Persönlichkeit beim Laufen entwickeln

Übrigens: Jürgen schaffte das, was ich schon immer wollte, er war 2006 in Valadalen und trainierte auf den bemoosten Laufpfaden. So lief er nicht nur in Nurmis, sondern auch in Hägs Spuren!

Die Wittenberger Laufschule

Im Kapitel TM-Story III habe ich schon meine erste Begegnung mit dem ehemaligen Reichstrainer Arthur Lambert geschildert. Unsere Wege sollten sich noch öfters kreuzen. So saßen wir beide bei den Deutschen Meisterschaften in Hamburg nebeneinander, als Herbert Schadeeinen Deutschen Rekord über 10.000 Meter lief. Auch später sahen wir uns sehr oft, da ich Mitglied in der IGLÄ (Interessengemeinschaft der älteren Langstreckenläufer) war. Bei den Europameisterschaften der IGLÄ 1979 in Mamia (Rumänien) startete als einer der ältesten Teilnehmer bei brütender Hitze  (35° +) auch Arthur Lambert im Straßenlauf über 10 km. Da ich Angst um seine Gesundheit hatte, lief ich von Anfang bis zum Ende mit ihm. Einen Tag später führte ich übrigens Waltraud Bayer aus Bremen zur Europameisterschaft mit einer Zeit von knapp unter drei Stunden. Auch hier war es über 35° warm. Sie lief in der Klasse W 40 und ich in M 45. Doch zurück zu  Arthur Lambert. Von ihm erfuhren wir die Geheimnisse der sogenannten Wittenberger Laufschule, die ebenfalls aus einer Mischung von Wald-, Cross-, langen Dauerläufen und Tempo-Wiederholungsläufen bestand. "Der eisener Max" war sein erfolgreichster Schützling. Als Max Syring später Trainer beim HSV war, fuhren wir öfters von Bremen nach Hamburg, um dort bei ihm zu trainieren. Als ich dann als Chef-Organisator des ersten Norddeutschen Stadt... und Landmarathon verantwortlich zeichnete, konzipierte ich die Medaillenserie "Erfolgreiche deutsche Läufer". Natürlich war Max Syring als erster Läufer auf der Medaille abgebildet. In den weiteren 3 Jahren folgten Herbert Schade, Harald Norpoth und Liane Winter. Als nächstes war Christa Vahlensiek vorgesehen. Doch der BLV schaffte diese schöne Motivserie nach dem man mich abserviert hatte und den  Bremen-Marathon  übernahm ab. Wie kann man nur so blöd sein, denn damit fielen Medaillen-Sammelfreunde als Teilnehmer aus!

Aus der Wittenberger Laufschule sind folgende Elemente in den Trainingsmix eingebracht worden:

  • Die Laufkilometer werden in der Natur (Wald) durchgeführt.
  • Speziell abgestimmtes Tempo bei dem Tempoläufen-Wiederholungs-läufen auf das geplante Laufziel! (Nicht verzetteln!)

    Rechtschreibeprüfung ok  05.05.08

Nurmi & Co.

Der fliegende Finne
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